Pflege

Das verwendete Substrat ist beim Umtopfen von Orchideen extrem wichtig. Es sollte strukturstabil sein und den Ansprüchen der Pflanze genügen.
Hauseigenes Substrat aus dem OrchIDEENgarten Karge

Substrat und Umtopfen

 

Wenn man sich die Frage stellt:

„Woher kommen die meisten Orchideen, was für Bedingungen haben sie in ihrer Heimat?”, kommt man zu dem Schluß, daß die meisten Orchideen epiphytisch wachsen.

Das heißt sie sitzen als Aufsitzer (nicht als Schmarotzer!) auf Ästen und ähnlichem. Nach meist heftigen Regengüssen, sind die Wurzeln zwar sehr nass, trocknen aber auch schnell wieder ab. Genau die gleichen Ansprüche werden daher auch an das Substrat gestellt.

 

Der Hauptanteil des Pflanzstoffes besteht bei uns aus kanadischer oder französischer Pinienborke. Sie hat den Vorteil, dass sie eine lange Haltbarkeit aufweist und nährstoffarm ist. Es kann keine Kiefernborke verwendet werden!

 

Durch Zusatzstoffe wie gehacktes Sphagnum-Moos oder Perlite, die ein gutes Wasser- und Nährstoffhaltevermögen besitzen, erhalten wir den optimalen Pflanzstoff. Beim Mischen des Substrats wird außerdem kohlensaurer Kalk beigemischt um den pH-Wert einzustellen, sowie ein Spurennährelemente Dünger.

 

WICHTIG ist, dass ein sehr strukturstabiles Substrat verwendet wird. Häufig findet man im Handel Substrate die viele feine Bestandteile haben. Das ist schlecht! Die Pflanzen stehen zu lange zu nass, die Wurzeln faulen, bzw die Pflege wird unnötig erschwert.

Sie können selbstverständlich unser hauseigenes Substrat bei uns erhalten.

 

 

Allgemein sollte alle 2-3 Jahre umgetopft werden

 

Wenn die Oberfläche des Topfes mit Moos und Algen besetzt oder viel Kalkablagerungen zu sehen sind, und der Pflanzstoff zersetz oder die Wurzeln verfault sind. Wachsen neue Triebe über den Topf hinaus, ist es ebenfalls Zeit zum Umtopfen.

Die beste Zeit dafür ist im Frühjahr nach der Blüte, wenn der neue Trieb zu wachsen beginnt. Sollte sich die Blütezeit über einen längeren Zeitraum länger dauern, dann kann auch später umgetopft werden.

 

Wie?

  1. Die Pflanze aus dem Topf lösen, den Rand des Topfes dabei andrücken um ein Abreißen der Wurzeln vom Topfrand zu vermeiden. Soweit möglich, sämtliches altes Substrat entfernen.
  2. Wurzelschnitt: Alle faulen, vertrockneten und beschädigten Wurzeln restlos abschneiden. Das Messer bzw. die Schere sollte dabei scharf sein, so dass der Schnitt glatt wird und nicht gequetsch wird.
  3. Pflanzenschnitt: Alle faulen, vertrocknete und beschädigte Blätter, Blüten und Knospen entfernen.
  4. Teilungs- oder Verjüngungsschnitt: Man kann Pflanzen die Bulben ausbilden teilen, wenn diese groß genug sind. Drei Bulben sollten dabei wenigstens erhalten bleiben, damit die Pflanze nicht geschwächt wird.
  5. Der neue Topf sollte so gewählt werden, dass mindestens zwei neue Triebe darin Platz finden.
  6. Bei monopodialen (in eine Richtung) wachsend, wie z.B. die Phalaenopsis, sollte der neue Topf höchstens ein bis zwei Nummern größer sein. Ist die Pflanze nicht viel größer geworden kann man auch den gleichen Topf wieder verwenden. Hat die Pflanze durch nicht fachgerechten Umgang Wurzelmasse verloren, kann der neue Topf auch kleiner sein.

Ist man sich nicht sicher sollte man immer den kleineren Topf nehmen, damit wird verhindert, dass die Pflanze zu lange zu nass steht.

  1. Beim Einsetzen der Pflanzen die Wurzeln möglichst vorsichtig in den Topf eindrehen.                                 Aber keine Angst, wenn Wurzeln brechen, ist dies nicht schlimm!
  2. Den Pflanzstoff in den Topf füllen. Keine Angst dabei! Das Substrat sollte bis zum Ansatz der neuen Wurzeln aufgefüllt werden. Nicht tiefer, da dies zu Fäulnis führen könnte. Dann das Substrat fest andrücken.
  3. Gut angießen und erst wieder gießen, wenn der Pflanzstoff völlig abgetrocknet ist.