Seit 2019 verwenden wir im OrchIDEENgarten KEINE Pflanzenschutzmittel. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese zu Resistenzen führen, die Mittel also irgendwann nicht mehr wirksam sind.

Wir setzen auf optimale Kulturführung, denn vitale Pflanzen werden von Schädlingen nicht befallen.

Zum Schutz der Umwelt und der Gesundheit können wir diese Praxis sehr empfehlen! Damit Sie Schädlinge oder Krankheiten gut erkennen können, haben wir hier eine Übersicht für Sie erstellt:

Das wohl größte und auch bekannteste Problem stellen Woll- oder auch Schmierläuse dar. Man erkennt sie an dem weißen Flaum auf Blättern und Blüten, in dem sie sich verstecken und ihre Eier ablegen. Aber auch Schild- und Blattläuse gehören zu den häufigeren Schädlingen. Die zunächst einfachste Bekämpfung besteht darin, die Blätter mit einem feuchten Küchenpapier abzuwischen und so einen Großteil der Schadinsekten zu entfernen. Des Weiteren können Schädlinge, die versteckt in Blattachseln sitzen, mit einem Wattestäbchen oder vorsichtig mit einem Zahnstocher entfernt werden. Besonders beliebt sind die Blüten der Orchideen, da sie viel Nahrung für Läuse zur Verfügung stellen. Auch wenn es schade ist, sollte der Blütenstand entfernt werden. So kann der Befall schon stark eingedämmt werden

Entdeckt man einen silbrigen Schimmer auf den Blättern, deutet dies meist auf einen Befall von Thripsen oder Spinnmilben hin.
Der längliche, braun bis schwarze Blütenthrips befällt mit Vorliebe eben diese. Die Blüten sehen dann nach kurzer Zeit welk und trocken aus. Spinnmilben sitzen in feinen Gespinsten auf der Pflanze, wodurch sich ein Befall schnell feststellen lässt. Beide Schadinsekten sind aufgrund ihrer Größe schwer mechanisch zu bekämpfen. Allerdings bevorzugen beide trockene Luft. Durch Besprühen der Orchideen kann einem Befall entgegen gewirkt werden.

Es gibt auch bodenbürtige Schadorganismen, wie z.B. Pilze. Entdeckt man im Substrat einen weißlichen oder gelben Belag, deutet dies auf einen Pilz hin. Auffällig ist auch ein starker Geruch nach Waldboden. Die Orchidee sollte schnellstmöglich umgetopft und das gesamte alte Substrat entfernt werden. Um letzte Rückstände zu entfernen werden die Wurzeln mit Wasser abgespült. Es sollte unbedingt ein neuer Topf verwendet werden. Ein weiterer Pilzbefall äußert sich häufig auf den Blüten von Orchideen durch schwarze Punkte. Dies ist Botrytis, ein Grauschimmelpilz. Er siedelt sich bei zu langer Feuchtigkeit auf den Blüten an. Entgegenwirken kann man, indem es vermieden wird die Blüten zu besprühen oder die Pflanze schnell abtrocknen kann.

Es gibt auch abiotische Schäden, zum Beispiel Verfärbungen der Blätter durch einen Sonnenbrand. Orchideen bevorzugen zwar einen hellen Standort, direkte Sonne sollte aber vermieden werden. Bei einem Sonnenbrand verfärbt sich die betroffene Stelle auf dem Blatt rötlich. Im weiteren Verlauf stirbt dieser Teil des Blattes meist ab. Die Pflanze kann ohne Weiteres weiter wachsen. Ist der Schaden zu groß, kann es zu Wachstumsstörungen kommen. Das geschädigte Blatt kann, aus rein optischen Gründen, entfernt werden.

Herzliche Grüße,
Marei Karge-Liphard