Internationale Orchideenwelt in Dresden mit Legenden aus dem Orchideengarten

 Dresden wird Schauplatz von Legenden über Orchideen, die längst vergessen geglaubt waren. Auf der Internationalen Orchideenwelt 2015 vom 26. - 29.März erstehen diese Geschichten wieder auf und laden zum Staunen und Bewundern ein.

Wer mehr Legenden aus dem Orchideengarten hören möchte, kann sich gern an Marei Karge-Liphard wenden.
Paphiopedilum Orchideen aus Dahlenburg auf der Internationalen Orchideenwelt in Dresden

 Warum heisst der Frauenschuh Frauenschuh? Auf der Messe in Dresden, ein Wochenende vor Ostern, kann diese Frage beantwortet werden.

 

Orchideengarten Karge aus Dahlenburg hat nicht nur beeindruckende Orchideen, atemberaubende Dekorationen mit tausenden von tropischen Blüten und überdimensionierten blutroten High Heels, sondern auch Hintergrundinformationen zu einer ganz aussergewöhnlichen Orchidee, die den Schwerpunkt des grössten Ausstellungsstands auf der grössten Orchideen Ausstellung in Europa ausmacht.

 

Hierbei handelt es sich um die Orchidee der Gattung Paphiopedilum, die im Volksmund auch Frauenschuh genannt wird.

 

Der Name leitet sich ab von Paphia, einem Beinamen für die Göttin Aphrodite, welche in der Nähe der Stadt Paphos an Land gegangen sein soll und pedilon -  griechisch für der Schuh ab. Daher der deutsche Name: Frauenschuh.

 

Diese Gattung ist ein echter Kosmopolit und weit verbreitet. Einige Arten wachsen in der Tundra in Sibirien und Alaska, was eine ungewöhnlich kalte Umgebung ist für Orchideen. Andere Arten fühlen sich in tropischen Regionen wie Honduras oder Myanmar wohl.

Die nördlichen Arten widerstehen extremer Kälte. Sie wachsen unter dem Schnee und blühen, wenn der Schnee schmilzt. Wildwachsende Exemplare sind rar geworden und vom Aussterben bedroht, weil ihr Lebensraum immer kleiner wird. Nachgezüchtete Arten vom Orchideenfachbetrieb sind eine Form des Artenschutzes.

Die Legende der Venus (griechisch Aphrodite) besagt, dass die römische Göttin der Liebe und Schönheit beim Jagen mit Adonis war. Als sie von einem Gewitter überrascht wurden, suchten sie Unterschlupf. Ein Schäferstündchen war die Folge…  dabei verlor Venus ihren Schuh. Als der Sturm sich verzogen hatte, sah ein Sterblicher den Schuh. Bevor er ihn berühren konnte, verwandelte er sich in eine Blume, deren mittleres Blütenblatt nicht nur an die Form eines Schuhs erinnerte, sondern auch die goldene Farbe aufzeigte, aus der unbezahlbare Schuh der Göttin gemacht war.

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