Die meisten Menschen gehen von dem Irrglauben aus, dass Orchideen, da ihre Heimat häufig der Regenwald ist, ständig feucht gehalten werden müssen. Das Gegenteil ist der Fall!
Mann kann davon ausgehen, dass im Sommer einmal wöchentlich kräftig gegossen wird. In der Winterhälfte wird weniger gegossen. Kühl stehende Pflanzen, wie Cymbidium oder Ceologyne bekommen nur etwa alle drei Wochen Wassergaben. Wenn gegossen wird sollte der Wurzelballen gut durchfeuchtet werden, überschüssiges Wasser im Übertopf oder im Untersetzer muss in jedem Fall abgegossen werden, ansonsten beginnen die Wurzeln schnell zu faulen.
Grundsätzlich wird morgens gegossen, damit die Pflanzen am Abend abgetrocknet sind. Bei den meisten Pflanzen die langsam absterben oder kränkeln kann dies auf unsachgemäßes Gießen zurückgeführt werden. Gerade in der Winterzeit dürfen die Pflanzen nicht zu lange zu nass stehen. Das Licht nimmt ab und damit auch die Photosyntheserate.
Verwendet wird ausschließlich aufgefangenes Regenwasser, welches in geschlossenen Behältern gelagert wird. Wenn sie zu Hause nicht die Möglichkeit haben Regenwasser zu gewinnen, empfehle ich Ihnen abgekochtes Wasser. Das Gießwasser sollte auf Zimmertemperatur erwärmt sein, damit die Wurzeln keinen Kälteschock bekommen.