Licht und Temperatur hängen zusammen. Eine zu hohe Temperatur bei wenig Licht ist daher so schädlich wie zu niedrige Temperaturen, gleichgültig wie viel Licht vorhanden ist. Ein Wachstumsfaktor kann einen anderen niemals ersetzen. Da die Orchideen vom Polarkreis bis hin zum Äquator über den Erdball verteilt sind, kann man hier nicht pauschal von einem Temperaturbedürfnis sprechen. Man bildet daher drei unterschiedliche Gruppen.
Warmer Bereich:
Dies trifft auf die meisten tropischen Orchideen zu. Sie bevorzugen Temperaturen von ca. 18 - 24 °C. Ein gutes Beispiel ist die Phalaenopsis, die sich hervorragend für die Kultur im Wohnzimmer eignet.
Temperierter Bereich:
Orchideen die zwischen 18 - 16°C ihr Optimum finden, stellen die größte Gruppe dar. Als Beispiel möchte ich die Oncidie nennen.
Kalter Bereich:
Orchideen die diesem Bereich zugeordnet werden vertragen Temperaturen von 8°C und kurzfristig auch kälter, dazu gehört zum Beispiel die Cymbidie. Um notwendige biologische Abläufe gewährleisten und z. B. auch die Bildung von Blüten anzuregen, sollte die Temperatur nachts abgesenkt werden. Wie die natürlichen Gegebenheiten es uns vormachen sollte diese bei 3 - 5°C liegen.