Substrat

Wenn ich mir die Frage stelle: „Woher kommen die Orchideen, was für Bedingungen haben sie in ihrer Heimat?”, komme ich zu dem Schluß, daß meisten Orchideen epiphytisch wachsen, das heißt sie sitzen als Aufsitzer (nicht als Schmarotzer!) auf Ästen und ähnlichem. Nach meist heftigen Regengüssen, sind die Wurzeln zwar sehr nass, trocknen aber auch schnell wieder ab. Genau die gleichen Ansprüche werden demnach auch an das Substrat gestellt.

Solange ich Orchideen kultiviere besteht der Hauptanteil des Pflanzstoffes aus Kiefernborke. Sie hat den Vorteil, dass sie eine lange Haltbarkeit aufweißt und nährstoffarm ist. Durch Zusatzstoffe wie gehacktes Sphagnum-Moos oder Perlite, die ein gutes Wasser- und Nährstoffhaltevermögen besitzen, erhalte ich den besten Pflanzstoff. Beim Mischen des Substrats wird außerdem kohlensaurer Kalk beigemischt um den pH-Wert auf 5,5 bis 6,0 einzustellen, sowie Radigen als Spurennährelemente Dünger.

Jeder Betrieb hat, wie wir auch, sein eigenes Rezept, doch nach unserer Erfahrung kommt der Pflanzenliebhaber auch am besten mit möglichst strukturstabilen Inhaltstoffen zu Recht. Natürlich ist, der Pflanzstoff den Sie über uns beziehen, identisch mit dem den wir für unsere Kulturen gebrauchen.